Hallo, Willkommen, Helau, Alaaf, Namastê oder was auch immer...

Dies ist mein Weblog, meine Webseite - kurz: mein Raum für die ganzen Gedanken, die in mir auftauchen und die ich nicht im stillen Kämmerlein verstauben lassen mag; dazu sind sie mir zu schade.

Vielleicht - und ich hoffe es insgeheim - gibt es Andere, denen es geht wie mir.

Aus den beklopptesten Ideen sind auch schon gute Sachen erwachsen.

Ich würde mich freuen, wenn diese Texte Menschen erreichen, die damit etwas anfangen können. Denen es weniger darum geht, die Welt erklärt zu bekommen - das kann und will und werde ich nicht - sondern die Lust haben, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.

Wem das hier zu blöd ist, auch okay. Das muss nicht jedem gefallen. Mir gefällt ja auch nicht Alles, was Andere sagen und tun. (/siehe Blog, Thema: "Schattenseiten und Spiegel")

Begegnung in der Vielfalt des Lebens - manches darf bleiben und anderes gehen.

In diesem Sinne: let me inspire you?!

 

ICH & viele Fragen...

Wer bin „ICH“?

Ist das Ich meine erdachte und eigens erschafffene Wirklichkeit, sozusagen lediglich eine Illusion? Ist diese ganze Welt, in der wir leben, Illusion?

Nehmen wir an, dass jeder Mensch mit seinen Gedanken seine eigene Realität erschafft, liegt die Lösung allen Leidens ganz einfach vor uns: wir müssten nur aufhören, unsere Emotionen zu bewerten, indem wir sie verurteilen oder uns mit ihnen identifizieren und aus einer aufsteigenden Emotion heraus reagieren - sondern stattdessen beobachten und die aufkommenden Emotionen fließen lassen, d. h. zulassen, wahrnehmen, sie uns (wieder) erlauben.

Nichts von dem, was auf Erden geschieht, ist gut oder schlecht – es ist.

Kriege, Streits, Ärger – all das wird geschaffen von zugrunde liegenden Gedanken.

Gedanken des Mangels, des Leidens, des Ausgeschlossenseins, den Gedanken an Rache und Vergeltung.

Was aber hindert uns daran, in Frieden zu sein? Unsere Emotionen, durch die wir bewerten.

 Nehmen wir an, dass ein Freund brutal überfallen wird und im Krankenhaus landet.

Wir fühlen mit,  wir sinnen vielleicht auf Rache, wollen Vergeltung.

Oder wären wir in der Lage, dem Angreifer zu verzeihen und den Vorfall zu vergessen?

 Solange wir uns an unseren Mangel, unser Leid erinnern, halten wir daran fest und sind nicht frei für eine weite Sicht. 

Die Frage lautet also nicht „was können wir tun?“ sondern „was wollen wir tun?“

Sind wir bereit, loszulassen? Unseren Emotionen Raum in uns zu erlauben und zu erkennen, dass die Handlung im Affekt (Wut, Trauer etc.) neuen Schatten schafft?

Sind Emotionen nicht menschlich; ist es nicht „normal“, Trauer zu empfinden, wenn etwas schmerzhaftes geschieht? Ist es nicht normal, wenn wir uns nicht Alles klaglos gefallen lassen sondern uns gegen Unrecht wehren?

Woher wissen wir überhaupt, was „Unrecht“ ist? Wie definieren wir dies?

Ohne Bewertung leben – geht das überhaupt?

Wie würde unser Leben aussehen, wenn wir aufhören, zu bewerten?

 Da taucht der Gedanke auf, was mit den Anderen ist. Warum sollte ich aufhören, zu bewerten?

Wenn ich mich nicht mehr wehre, mache ich mich doch für diejenigen zum Opfer, die meinen so erschaffenen Status ausnutzen.

 Doch was wäre, wenn ALLE Menschen aufhören würden, zu bewerten? Was wäre, wenn ALLE Menschen in Liebe und Mitgefühl handeln würden, wenn wir ALLE unsere Angst akzeptieren und nicht überspielen?

Wenn wir uns gegenseitig helfen würden, an emotionalen Schmerzen zu wachsen?

Würden wir uns die Zeit nehmen können, einander zuzuhören? Hätten wir die notwendige Geduld dazu?

Ich empfinde diesen Weg als anstrengend und mühsam aber erkenne auch die Chance, die dahintersteckt: mich besser kennenlernen und achtsamer zu werden.